
Der CO₂-Fussabdruck einer Thermoformverpackung entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Bewertungskriterium in der Industrie. Einkauf, Nachhaltigkeitsverantwortliche und Kunden verlangen heute belastbare Daten zur Klimabilanz von Verpackungen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen aus ESG-Berichterstattung, Lieferantenbewertungen und internationalen Ausschreibungen.
Am Beispiel eines Transport- und Lagertrays aus PET zeigt dieser Beitrag, welche Faktoren die Klimabilanz tatsächlich beeinflussen und an welchen Stellen die grössten Einsparpotenziale liegen. Die Berechnung erfolgte gemeinsam mit dem unabhängigen Umweltconsulting Carbotech.
Für Unternehmen entsteht daraus ein konkreter Mehrwert. Eine dokumentierte CO₂-Bilanz kann direkt in Scope 3 Berechnungen, Nachhaltigkeitsberichte und Ausschreibungsunterlagen übernommen werden. Dadurch werden Verpackungslösungen objektiv vergleichbar und Investitionsentscheidungen fundierter.
Unternehmen profitieren zudem von einer höheren Transparenz innerhalb der Lieferkette und schaffen eine belastbare Grundlage für zukünftige regulatorische Anforderungen.
Der CO₂-Fussabdruck einer Thermoformverpackung setzt sich im Wesentlichen aus drei Bereichen zusammen: Rohmaterial, Produktion und Transport.
Beim untersuchten Transport- und Lagertray liegt der Gesamtwert bei rund 1’400 Gramm CO₂ Äquivalent pro Tray. Berücksichtigt wurde der gesamte Lebensweg vom PET-Granulat bis zum ausgelieferten Formteil. Den grössten Anteil verursacht das eingesetzte Rohmaterial. Dies ist nicht nur bei diesem Tray der Fall, sondern gilt grundsätzlich für die meisten PET-Verpackungen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass die grössten Einsparungen meist bereits bei der Materialstrategie erzielt werden können. Ein oft überschätzter Faktor ist dagegen der Transport. Die Anlieferung des Rohmaterials sowie die Auslieferung der fertigen Verpackung verursachen nur einen vergleichsweisen kleinen Anteil der gesamten Klimabilanz. Mit der zunehmenden Elektrifizierung des Schwerverkehrs wird dieser Einfluss künftig weiter sinken.
Nachdem die wesentlichen Einflussgrössen bekannt sind, stellt sich die entscheidende Frage: Welche Faktoren kann ein Verpackungshersteller tatsächlich beeinflussen?
Genau hier entstehen die Unterschiede zwischen einzelnen Anbietern.
Der wichtigste Hebel innerhalb der Produktion ist die eingesetzte Energie. Die Herstellung erfolgt mit 100 Prozent Ökostrom und wird zusätzlich durch eine eigene Photovoltaikanlage unterstützt. Dadurch fallen die Emissionen aus Extrusion und Thermoformen deutlich geringer aus als bei einer Produktion mit konventionellem Strommix.
Vergleichsrechnungen zeigen, dass identische Verpackungen je nach Produktionskonzept erhebliche Unterschiede in der Klimabilanz aufweisen können. Während das untersuchte Tray rund 1’400 Gramm CO₂ Äquivalent erreicht, liegt eine vergleichbare Variante bei rund 1’673 Gramm CO₂ Äquivalent.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die vertikale Integration der Produktion. Die Folienextrusion erfolgt direkt am Standort. Prozessbedingte Stanzreste werden unmittelbar wieder dem Produktionsprozess zugeführt und zu neuer Folie verarbeitet.
Dadurch entstehen mehrere Vorteile gleichzeitig:
Für Kunden bedeutet dies nicht nur eine tiefere Klimabilanz, sondern auch eine höhere Planungssicherheit. Kurze Lieferketten reduzieren Abhängigkeiten von externen Zulieferern und minimieren potenzielle Versorgungsrisiken.
BACHMANN entwickelt und produziert Verpackungslösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Von der Materialauswahl über die Extrusion bis zum fertigen Thermoformteil bleiben sämtliche relevanten Prozesse unter Kontrolle. Dadurch entstehen wirtschaftliche und gleichzeitig nachhaltige Verpackungslösungen für anspruchsvolle Industrieanwendungen.
Der Mehrwert für den Kunden geht dabei über die reine CO₂-Reduktion hinaus. Dokumentierte Emissionswerte können direkt für Kundenanfragen, Lieferantenbewertungen und Nachhaltigkeitsberichte genutzt werden. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von einer zuverlässigen Versorgung und einer transparenten Datengrundlage.
Eine niedrige Klimabilanz allein genügt nicht. Industrielle Verpackungen müssen ihre technische Funktion jederzeit zuverlässig erfüllen.
Transport- und Lagertrays schützen empfindliche Bauteile während Transport, Lagerung und automatisierter Verarbeitung. Entscheidend sind dabei reproduzierbare Qualität, enge Masstoleranzen, definierte Stapelbarkeit und eine hohe Formstabilität.
Die Produktion orientiert sich an etablierten Qualitäts- und Umweltstandards. Das Umweltmanagement erfolgt nach ISO 14001. Der grösste Hebel zur weiteren Reduktion der Klimabilanz liegt im Materialeinsatz. Wird beim untersuchten Tray ein Anteil von 70 Prozent Post Consumer rPET eingesetzt, reduziert sich der CO₂-Fussabdruck auf rund 633 Gramm CO₂ Äquivalent pro Tray. Dies entspricht einer Reduktion von mehr als 50 Prozent.
Für Unternehmen ergeben sich daraus gleich mehrere Vorteile. Die CO₂ Bilanz verbessert sich signifikant, zukünftige regulatorische Anforderungen lassen sich einfacher erfüllen und Nachhaltigkeitsziele werden messbar unterstützt.
BACHMANN setzt dabei auf ressourceneffiziente PET-Lösungen, die technische Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Dadurch entstehen Verpackungskonzepte, die sowohl heutigen Marktanforderungen als auch zukünftigen Vorgaben der PPWR gerecht werden.
Der CO₂-Fussabdruck einer Thermoformverpackung wird in erster Linie durch das eingesetzte Material bestimmt. Produktion und Transport haben einen deutlich geringeren Einfluss, sofern moderne Anlagen, erneuerbare Energien und kurze Lieferketten genutzt werden.
Besonders grosse Einsparpotenziale entstehen durch den Einsatz von Post Consumer rPET. In Kombination mit energieeffizienten Produktionsprozessen lassen sich die Emissionen um mehr als die Hälfte reduzieren.
Für Unternehmen entsteht daraus ein konkreter Nutzen. Belastbare CO₂ Daten unterstützen Ausschreibungen, Nachhaltigkeitsberichte und Lieferantenbewertungen. Gleichzeitig sorgen kurze Lieferketten, hohe Prozesskontrolle und eine stabile Versorgung für zusätzliche Sicherheit.
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