Die Frage Notwendig oder überteuerte Risikominimierung stellt sich in der Medizintechnik besonders häufig bei der Auslegung von Verpackungsprozessen. ISO-8 Reinräume gelten als Standard für kontrollierte Produktionsbedingungen. Gleichzeitig sind sie mit Investitionen verbunden.
Entscheider stehen daher vor einer zentralen Herausforderung: Ist ISO-8 tatsächlich notwendig oder handelt es sich um eine überdimensionierte Sicherheitsmassnahme?
ISO-8 basiert auf der Norm ISO 14644 und definiert die maximal zulässige Partikelkonzentration in der Luft. Für Verpackungsprozesse bedeutet dies eine klar kontrollierte Umgebung, in der das Risiko von Kontamination systematisch reduziert wird.
In der Medizintechnik ist dies besonders relevant. Verpackungen übernehmen die Funktion eines Sterilbarrieresystems und müssen die Produktintegrität zuverlässig sichern. Bereits kleinste Partikel können die Funktion beeinträchtigen oder regulatorische Anforderungen gefährden.
BACHMANN entwickelt Verpackungslösungen, die exakt auf diese Anforderungen abgestimmt sind. Thermoformprozesse erfolgen unter definierten Reinraumbedingungen, wobei Luftführung, Filtertechnik und Materialhandling präzise aufeinander abgestimmt sind.
Für den Kunden entsteht ein klarer Nutzen. Eine ISO-8 Umgebung erhöht die Prozesssicherheit, reduziert das Risiko von Kontamination und verbessert die Auditfähigkeit. Gleichzeitig werden reproduzierbare Ergebnisse ermöglicht, was insbesondere bei validierten Prozessen entscheidend ist.
Technisch umfasst ein ISO-8 Reinraum HEPA-Filtration, definierte Luftwechselraten und kontinuierliches Monitoring. Ergänzt wird dies durch Qualitätssicherung nach ISO 13485 und dokumentierte Prozessvalidierung.
In der praktischen Umsetzung zeigt sich, dass ISO-8 weit mehr ist als eine regulatorische Vorgabe. Richtig implementiert, trägt der Reinraum direkt zur Effizienzsteigerung bei.
BACHMANN produziert Verpackungen unter Reinraumbedingungen mit einem klaren Fokus auf stabile und wirtschaftliche Prozesse. Dazu gehören automatisierte Thermoformanlagen, kontrollierte Materialzuführung und integrierte Qualitätskontrollen.
Der entscheidende Vorteil liegt in der Prozessstabilität. Kontaminationsbedingte Ausschüsse werden reduziert, Nacharbeit minimiert und Produktionsunterbrüche vermieden. Dies wirkt sich direkt auf die Gesamtanlageneffektivität aus.
Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Betrachtung differenziert. Ein ISO-8 Reinraum verursacht Investitions- und Betriebskosten. Gleichzeitig sinken langfristig Risiken, Reklamationen und regulatorische Unsicherheiten.
Moderne Reinraumkonzepte berücksichtigen zudem Energieeffizienz und optimierte Luftführung. Dadurch lassen sich Betriebskosten gezielt reduzieren und Ressourcen effizient einsetzen.
Ob ISO-8 notwendig ist, hängt stark vom Produkt und dessen Anwendung ab. Für sterile oder hochsensible Medizinprodukte ist eine kontrollierte Umgebung zwingend erforderlich.
Bei weniger kritischen Anwendungen kann eine differenzierte Bewertung sinnvoll sein. Entscheidend ist eine fundierte Risikoanalyse, die sowohl regulatorische Anforderungen als auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.
Unternehmen, die ihre Prozesse gezielt auslegen, profitieren von stabileren Abläufen, geringeren Risiken und besser planbaren Kostenstrukturen. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, wohl aber klare Entscheidungsgrundlagen.
ISO-8 ist weder grundsätzlich überteuert noch automatisch notwendig. Der Schlüssel liegt in der richtigen Bewertung der Anforderungen.
Wer Risiken, Prozesse und Kosten ganzheitlich betrachtet, kann fundiert entscheiden. In vielen Fällen zeigt sich, dass ISO-8 nicht nur Sicherheit bietet, sondern auch einen messbaren Beitrag zur Effizienz und Qualität leistet.
Am 16. Januar 2025 wurde ein bedeutender Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz erreicht: Die Branchenorganisation RecyPac hat den offiziellen Start einer einheitlichen Sammlung von Kunststoffverpackungen und Getränkekartons bekannt gegeben. Mit der Einführung des RecyBag wird eine konsumentenfreundliche und unkomplizierte Möglichkeit geschaffen, diese Wertstoffe effizient zu sammeln.
Das gesammelte Material soll zu neuen Verpackungen verarbeitet werden, wodurch der Kreislauf für Verpackungen geschlossen wird. Unser PAC2PAC-System zeigt bereits auf, wie ein solches Kreislaufverfahren für Kunststoffverpackungen erfolgreich umgesetzt werden kann.
Als stolzes Mitglied von RecyPac freuen wir uns, Teil dieser wegweisenden Initiative zu sein, die eine nachhaltige und ganzheitliche Lösung für die Recycling-Herausforderungen bietet.
Neugierig? Hier geht’s zu allen Information über RecyBag und PAC2PAC: www.recybag.ch und www.pac2pac.ch
Am 14. November war der nationale Zukunftstag und bei uns war einiges los! Wir durften 18 Kinder begrüssen und ihnen einen spannenden Einblick in unsere Firma ermöglichen.
Der Vormittag startete bei Sonia und dem Tiefziehen, wobei die Kinder ihre eigenen Formen herstellen konnten. Anschliessend ging es mit Daniel in die Werkstatt, wo sie das Fräsen kennenlernten und sogar die Dicke eines Haares messen konnten. Danach gab es einen abwechslungsreichen Firmenrundgang mit Alex.
Am Nachmittag begleiteten die Kinder ihre Eltern und Begleitpersonen an deren Arbeitsplatz. Ob beim Konstruieren, beim Steuern von Maschinen oder beim Verpacken, alle halfen tatkräftig mit.
Vielen Dank an alle Kinder und Betreuungspersonen – es war ein toller Tag!
Am Freitag, 8. November wurden unsere Jubilarinnen und Jubilaren geehrt. In einer traumhaften Location mit feinem Essen genossen wir zusammen einen gemütlichen Abend. Dabei durften wir zehnmal 10 und einmal 20 Dienstjahre feiern. Dies bedeutet zusammen 120 Jahre volle BACHMANN-Erfahrung! Herzlichen Dank allen für euer Know-how, Engagement und Treue.
Gleichzeitig verabschiedeten wir in diesem Rahmen unsere Mitarbeitenden, die während diesem Jahr pensioniert wurden. Unsere drei Pensionäre kamen zusammen auf sagenhafte 89 Dienstjahre! Auch hier ein grosses Dankeschön. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir euch alles Gute, viel Glück und Gesundheit.
Mit Spannung erwarteten wir die Preisverleihung des Swiss Packaging Awards am 17. Oktober 2024, denn gleich zwei unserer Einsendungen waren nominiert. Mit den neuartigen PET-Lösung für Verschlüsse und Kappen, sowie dem innovativen Sushi Pack gingen wir in der Kategorie « Technik/Konstruktion/Maschinenysteme » ins Rennen um den begehrten Preis.
Gewonnen hat unser Sushi Pack!
Dieses neue und innovative Verfahren ermöglicht die Herstellung von Trays, welche zu 100% aus Papier bestehen und dank ihrer coolen Holz-Optik zu einem echten Hingucker werden.

Kommentar der Jury: Die dry molded fiber Schale Sushi Pack überzeugt durch ihre innovative Herstellungstechnik mit nachhaltigen Materialien. Durch das bestehende und nur minimal angepasste Tiefziehwerkzeug kann vielschichtiges Papier effizient umgeformt werden, während die spezielle Imprägnierung Wasser- und Fettabweisung ohne zusätzliche Polymerschicht ermöglicht. Diese Schalen bestehen vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen und bieten durch ihre ansprechende Holz-Optik eine attraktive Lösung für umweltbewusste Verpackungen. Das Verfahren zeigt grosses Potenzial für die Zukunft der Verpackungsindustrie, indem es ästhetische und funktionale Nachhaltigkeit verbindet.
Ehre, wem Ehre gebührt. Hier geht’s zu unserer « Hall of Fame » unserer preisgekrönten Verpackungslösungen der letzten Jahre.
Unsere beiden Anmeldungen für den Swiss Packaging Award 2024 wurden nominiert.
Der PET-Verschluss repräsentiert einen Durchbruch in der nachhaltigen Verpackungstechnologie. Die PET-Verschlüsse sind vollständig recyclingfähig und verbessern die Kreislauffähigkeit, indem sie « Mono-Material »-Behälterkonzepte ermöglichen. Der leichte Deckel reduziert den Ressourcenverbrauch und ermöglicht durch eine bessere Barriere eine längere Haltbarkeit der Produkte. Sie werden voraussichtlich die ersten kommerziell nutzbaren PET-Verschlüsse auf dem Massenmarkt sein. Lesen Sie dazu mehr.

Dieses neue und innovative Verfahren ermöglicht die Herstellung von Trays, welche zu 100 % aus Papier bestehen und dank ihrer coolen Holz-Optik zu einem echten Hingucker werden.

Wir freuen uns sehr über diese Nominationen und warten gespannt auf die Preisverleihung am 17. Oktober 2024 wenn es heisst «and the winner is…»!
Auf unserem konsequenten Weg Richtung Netto Null – Klimaneutralität erreichen wir einen weiteren Meilenstein. 🎯 Die ersten drei Elektrofahrzeuge sind eingetroffen! Sukzessive stellen wir unsere Fahrzeugflotte auf Elektro mit Zero CO2-Ausstoss um ⚡🌍 Die nächsten folgen bald…
Auf unserer diesjährigen Weihnachtsfeier haben unsere Lernenden die Bühne gerockt und uns die Highlights aus dem Jahr 2023 präsentiert. Als Dankeschön für ihre grossartige Präsentation und ihr Engagement durften sie sich auf ein ganz besonderes Erlebnis freuen – einen Curlingplausch!
Mit einer professionellen Einführung in das Spiel und einem aufregenden Match konnten unsere Lernenden ihre Fähigkeiten auf dem Eis unter Beweis stellen und jede Menge Spass haben. Es war eine gelungene Abwechslung und ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten.
Wir sind stolz auf unsere engagierten Lernenden und freuen uns darauf, auch im nächsten Jahr gemeinsam neue Herausforderungen anzunehmen und gemeinsame Erlebnisse zu schaffen.
Josef Bachmann, der Gründer und Visionär der heutigen BACHMANN GROUP feiert seinen 90. Geburtstag. Dazu gratulieren ihm die 280 Mitarbeitenden herzlich und danken ihm für sein aussergewöhnliches Lebenswerk.
Es war im Jahr 1966, als Seppi den Grundstein für sein Unternehmen legte. Damals war er noch als Primarlehrer tätig und hatte eine Vision: Er wollte innovative Lösungen für die Verpackungsindustrie entwickeln. Mit viel Mut und Entschlossenheit wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete sein eigenes Unternehmen.
Heute, nach über 50 Jahren, ist das Unternehmen nicht mehr aus der Verpackungsbranche wegzudenken. Mit modernsten Produktionsanlagen und einer breiten Palette an massgeschneiderten Verpackungslösungen hat es sich international einen Namen gemacht. Die Produkte finden sich in zahlreichen Branchen, von der Lebensmittelindustrie bis hin zur Medizintechnik.
Das Unternehmen hat die Gründergeneration überdauert und wird heute durch seinen Sohn Reto und künftig durch seine Enkelkinder weitergeführt. Damit ist sein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen.
Die BACHMANN GROUP gratuliert Seppi Bachmann von Herzen zu seinem 90. Geburtstag. Sein unermüdlicher Einsatz, seine Kreativität und sein Pioniergeist haben sein Unternehmen geprägt. Ihm zu Ehren wurde nun die Einfahrtsstrasse zur BACHMANN GROUP in «Seppi-Bachmann-Weg» umbenannt. Wir wünschen ihm alles Gute, viel Glück und beste Gesundheit für die kommenden Jahre.

Am Donnerstag, 30.11.23 wurde ein Meilenstein bei der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft Schweiz erreicht (Projekt Sammlung 2025) – BACHMANN GROUP ist stolzes Gründungsmitglied. Für die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft von Kunststoffverpackungen und Getränkekartons gründeten Produzenten und Akteure der Wertschöpfungskette den neuen Verein www.RecyPac.ch. Er verfolgt das Ziel, eine harmonisierte und flächendeckende Sammlung und Verwertung der Kunststoffverpackungen (ausser PET-Getränkeflaschen) und Getränkekartons in der Schweiz zu etablieren. Als teilnehmender Verpackungsproduzent passt Recypac perfekt zu unserer Vision «circular by 2025».
Die Wiederverwertung:
Ziel 2030: Recyclingquoten von 55% für Kunststoffe / 70% für Getränkekartons (analog EU) Die neue Organisation setzt sich, wie die EU, bis 2030 hohe Ziele in allen Bereichen der Nachhaltigkeit (Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft) und überprüft diese laufend mit einem umfassenden, transparenten Zielsystem.
Bis 2030 soll ein effizientes Recycling-System aufgebaut und Recyclingquoten von 55% für Kunststoffe sowie 70% bei Getränkekartons erreicht werden. Das System ist offen für Innovationen und Entwicklungen im In- und Ausland und strebt eine stetige Optimierung an.
Freiwillige Schweizer Branchenlösung mit ganzer Wertschöpfungskette
Es handelt sich dabei um eine Branchenlösung auf freiwilliger Basis. Alle Beteiligten der Prozesskette, angefangen von den Verpackungsherstellern über Markenhersteller, den Einzelhandel, den Gemeinden bis hin zu den Recyclern, werden in den Prozess eingebunden, sodass ein effektives und effizientes Recycling ermöglicht wird. Das heisst, die Etablierung von Sammel- und Recyclingkanälen soll Hand in Hand mit der Erhöhung der Rezyklierbarkeit von Produkten gehen, so dass Kreisläufe ganzheitlich geschlossen werden. Der neu gegründete Verein koordiniert künftig diese Sammlung und Verwertung.
Nächster Schritte ist das national koordinierte Sammelsystem.
Im Verlaufe des Jahres 2024 wird die national koordinierte Sammlung von Kunststoffverpackungen und Getränkekartons aufgegleist: Dabei sollen sowohl Detailhändler als auch Gemeinden, Städte, Verbände und Private bei der Sammlung noch verstärkter zusammenarbeiten. In einem kostenpflichtigen, nationalen Sack werden alle Kunststoffverpackungen (exkl. PET-Getränkeflaschen) und Getränkekartons gesammelt und zur Sammelstelle zurückgebracht. Zusätzlich wird das System von den Inverkehrbringern über einen Systembeitrag mitfinanziert. Eine Weiterentwicklung der Finanzierung hin zum vorgezogenen Recyclingbeitrag zur Steigerung der Sammelquoten ist angestrebt.